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Hochschulwebsite |
→Persönliche Empfehlungen haben einen unschätzbaren Vorteil: Ihnen wird in der Regel geglaubt - ohne eingehende Prüfung. Was der Freundeskreis oder andere als glaubwürdig erachtete Personen für gut befinden, wird mit einem Vertrauensvorschuss versehen.
Wer online neue Formen / Plattformen der Kommunikation entwickelt und bekannt macht, lässt sich folglich auch als →Meinungsführer/in typisieren. →Idil Cakim, Geschäftsführerin der PR-Agentur GolinHarris, beschreibt diese folgendermaßen: Sie gehen wählen, bekleiden Ämter und besuchen Bürgerversammlungen. Familie und Freunde holen regelmäßig Informationen bei ihnen ein, sie und geben ihrerseits häufig Ratschläge.
Hochschulen, die Meinungsführer/innen an ihrer Seite haben, verbessern folglich ihre Position bei der Ansprache von Studieninteressierten. Es sollte sich für Hochschulen lohnen, dort präsent zu sein, wo man sie erreichen kann - etwa auf Web2.0-Plattformen. Wer eine solche entwickelt und bekannt macht bzw. sehr aktiv nutzt, kann auch einer Hochschule behilflich sein.
Eine wichtige Gruppe von Multiplikatoren können Alumni sein. Deshalb sollte der Kontakt zu denjenigen, die ihren Studienort weiterempfehlen würden, unbedingt aufrecht erhalten werden. So verbreiten sich die Vorzüge einer Hochschule in deren Familen-, Freundes- und Kollegenkreis.
Wenn derartige "Mund-zu-Mund-Propaganda" gezielt ausgelöst wird, um auf etwas aufmerksam zu machen, wird von "viralem Marketing" gesprochen. Das Internet bietet sich für virales Marketing an, weil gerade multimediale Inhalte sich sehr leicht übertragen lassen.
Dies geschieht über E-Mails, in denen sich Videos oder Bilder (sog. "Virals") entweder im Anhang oder als Hyperlink im Text befinden. Auch Soziale Netwerke stellen ein gutes Umfeld für virale Verbreitung dar: Ein Link zum Image-Video der Hochschule kann etwa in eine Gruppe zum Thema "Studienwahl" eingestellt werden, als "Anlaufstelle" für Studieninteressierte kann eine →Gruppe über die Hochschule gegründet werden.
Insbesondere Social-Bookmarking-Dienste fördern virale Verbreitung auch über ihre Community hinaus: Jedes Mal, wenn dort der Link zur Hochschulwebsite oder einem anderen Bestandteil der Webpräsenz einer Hochschule gespeichert wird, sollte sich der Rangplatz der entsprechenden Seite in Suchmaschinen verbessern.
Hochschulen können Studieninteressierte auf ihre Website leiten, indem sie Virals im Netz verbreiten. Die Virals sind gewissermaßen ein "Appetithappen", der neugierig auf die Hochschule machen soll. Von diesem Punkt an muss die Hochschulwebsite die Neugierde vertiefen, um aus Studieninteressierten Studierende zu machen.
Literatur: Cakim, Idil 2006. Online Opinion Leaders: a predictive guide for viral marketing campaigns. In: Kirby, Justin / Mardsen, Paul (Hg.). Connected Marketing. The viral, buzz and word of mouth revolution. Burlington. S. 47-58
Langner, Sascha 2005. Viral Marketing. Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen. Wiesbaden
Rusticus, Sven 2006. Creating Brand Advocates. In: Kirby, Justin / Mardsen, Paul (Hg.). Connected Marketing. The viral, buzz and word of mouth revolution. Burlington. S. 47-58