![]() |
Hochschulwebsite |
Medienkonvergenz findet im Internet auf zwei Ebenen statt:
Inhaltlich kann ein Thema auf vielen verschiedenen Wegen präsentiert werden. So kann etwa eine Hochschule mit gedruckten Infobroschüren, Messeständen, persönliche Empfehlungen und über ihren Webauftritt auf sich aufmerksam machen. Computer und Internet nehmen laut →Medienkonvergenz Monitoring Report von 2008 "die Funktion wichtiger Schaltstellen im Medienensemble ein".
In technischer Hinsicht laufen Übertragungswege zusammen. Vorher persönlich überbrachte Briefe oder analog übertragene Rundfunksignale werden digital übermittelt. Zentral ist dabei das Phänomen der "Rekursion", der Wiederkehr alter Medien in neuer Form:
→Eckhard Schumacher führt in seinem →Aufsatz "Revolution, Rekursion, Remediation: Hypertext und World Wide Web" aus, dass sich durch Rekursion die Handlungsspektren von Mediennutzern erweitern. Schrift hält Gesprochenes fest, Sprache spricht Geschriebenes aus. Radiowellen transportieren das gesprochene Wort über große Distanzen, Videofilme sind aus zahlreichen Einzelbildern zusammengesetzt. Mit dem Prinzip der Digitalisierung werden verschiedenste Medien und Texte im Computer beliebig kombinier- und darstellbar.
Auf der Hochschulwebsite können beispielsweise Informationtexte zur Stadt mit Videos und Fotos von Stadtansichten ergänzt werden. Studienfachbeschreibungen werden durch virtuelle Rundgänge durch Labors und Seminarräume bereichert. Aktuelle Podcasts des Campus-Radios können im News-Bereich bereitgestellt werden.
Die Kombination verschiedener Medien ermöglicht die lebendige Gestaltung der Webauftritte von Hochschulen.
Literatur: Schorb, Bernd / Keilhauer, Jan et al. 2008. Medienkonvergenz Monitoring Report 2008. Jugendliche in konvergierenden Medienwelten. Leipzig
Schumacher, Eckhard 2004. Revolution, Rekursion, Remediation: Hypertext und World Wide Web. In: Kümmel, Albert / Scholz, Leander / Schumacher, Eckhard (Hg.): Einführung in die Geschichte der Medien. Paderborn. S. 255-280.