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Hochschulwebsite |
Einen allein selig machenden Weg zur Evaluation von Websites gibt es nicht. Das Ergebnis jeder Evaluation hängt von ihrer methodischen und inhaltlichen Gestaltung ab. Orientierung verschaffen hierbei u.a. die Ressourcen von Experten wie der →Nielsen Norman Group zu Web Usability und User Experience, aber auch aktuelle Beiträge aus Portalen wie →usabilityblog.de.
Weil dieser Begriff im Zusammenhang mit Webdesign im deutschen Sprachgebrauch üblich ist, soll anstelle einer vermutlich nicht eindeutigen, unvollständigen Übersetzung eine kurzer Überblick über etablierte Beschreibungen treten. Paul Krug definiert in seinem Buch →Don't Make me think! Usability als Streben danach "sicherzustellen, dass etwas gut funktioniert". Nielsen und Loranger konkretisieren "gut funktionieren" in ihrem Buch →Prioritizing Web Usability, indem sie dem "Qualitätsmerkmal" Usabilty Aussagekraft darüber zusprechen:
Formale Kriterien zur Usability werden ergänzt um Fragen nach den als relevant herausgearbeiteten Inhalten. Werden Studieninteressierte umfassend, anschaulich und einladend informiert? Last but not least stellt sich die Frage der "Ansprechbarkeit": Werden persönliche Ansprechpartner/-innen auf der Website genannt? Sind diese auch tatsächlich zuständig? Ist die Hochschule auf beliebten Web2.0-Plattformen der Zielgruppe aktiv? Wirkt sie dabei authentisch?
Zusammengefasst sind also die Aspekte
als Gegenstände der Evaluation eines Hochschul-Webauftritts zu erachten.
Bestätigung findet diese Kriterienauswahl beispielsweise durch den →Fragebogen, der 2010 Oberschüler/-innen in Großbritannien von der Times Higher Education zur Evaluation britischer Hochschulwebsites vorgelegt worden ist. Dort wird nach Folgendem gefragt:
Die hier vorgestellte Vorgehensweise ist natürlich dennoch vor allem als ein Vorschlag zu verstehen - entwickelt in dem Bestreben, möglichst viele Quellen und Expertenwissen in den "Anwendungsfall" Hochschulwebsite einfließen zu lassen.
Hochschulwebsites sollten eine große Menge an Informationen für verschiedene Zielgruppen bereithalten. Im Mittelpunkt dieser Evaluation stehen die Belange von Studieninteressierten, andere Zielgruppen werden somit zwangsläufig zumindest hinsichtlich der inhaltlichen Gestaltung vernachlässigt.
Nachvollziehbarkeit der Evaluation wird durch eine exakte Beschreibung der ausgewählten Methode und der (mit dieser Methode) erarbeiteten Kriterien versucht zu gewährleisten.
Nicht alle Themenkomplexe des Fragenkatalogs werden auf der Website in gleicher Ausführlichkeit behandelt. Dies wird nach Möglichkeit von Zeit zu Zeit im Blog nachgeholt.
Literatur: Krug, Paul 2006. Don't Make Me Think. A Common Sense Approach to Web Usability. Berkeley
Nielsen, Jakob / Loranger, Hoa 2006. Prioritizing Web Usability. Berkeley